An alles denken, nicht zu viel mitnehmen – mit unseren Tipps fürs Packen klappt‘s!

Man will an alles denken, aber auch nicht zu viel mitnehmen – sonst musst man sich am Urlaubsort mit unschönen Knitterfalten auf der Kleidung präsentieren. Zugegeben: den Koffer richtig packen zu wollen, stellt einen vor eine gewisse Herausforderung. Dabei sollte doch eigentlich nichts die Reisevorfreude trüben! Mit unseren Tipps ist Kofferpacken bald deine leichteste Übung.

Vorab sei gesagt: Ein Generalrezept, mit dem du deinen Koffer immer richtig packen wirst, gibt es nicht. Schließlich kommt es darauf an, wohin und wie du verreist. Geht es ins voll ausgestattete Ferienhaus in den Weinbergen, das du auch nur selten verlassen wirst? Dann musst du natürlich anders packen als vor einem Trip auf die Szene-Insel oder für einen Backpacking-Urlaub. Auch Flugreisen erfordern logischerweise eine andere Vorbereitung als solche mit dem Auto.

In diesem Beitrag soll es um Sommerurlaub gehen. Es sind aber auch Tipps dabei, die das Kofferpacken im Hinblick auf eine kurze Geschäftsreise erleichtern dürften. Lies sie dir alle durch und pick die relevanten für dich heraus!


Setze eine Packliste auf!

Mag zwar klingen wie lästige Zusatzarbeit. Tatsächlich jedoch spart dir eine gute Packvorbereitung einiges an Zeit und Nerven. Überlege dir gut, was du unbedingt dabei haben willst oder gar musst. Ganz oben auf der Liste sollten die unverzichtbaren Dinge stehen; und am besten ganz am Ende zur Erinnerung noch einmal.

Liste komplett? Dann geh sie noch einmal ganz in Ruhe durch. Ist alles Aufgeführte im Mittelteil wirklich von Nöten? Falls nicht: streichen!

Wenn du am Ende doch noch Luft im Gepäck haben solltest, kannst du abgewählte Kleidungsstücke und Accessoires ja aufs Neue zu überdenken. „Koffer richtig packen“ bedeutet zwar eine ordentliche Vorgehensweise, nicht jedoch, gänzlich unflexibel sein zu müssen.

Koffer packen Tipps
Eine Liste kann das tatsächliche Einpacken deutlich erleichtern (iStock)

Grundsätzlich gilt: Mache dich mit den Begebenheiten am Zielort vertraut.

  • Welche Temperaturen sind zu erwarten?
    Wirf hier auch einen Blick auf die Entwicklungen im Tagesverlauf – mancherorts kühlt es in den Abendstunden stark ab, an anderen Plätzen hingegen brauchst du weniger zum Überziehen.
  • Welche Kleideretikette herrscht dort? Im Zweifelsfall sollten es mehr feine Schuhe als Badelatschen sein, oder eben umgekehrt.
  • Was bietet die Unterkunft? Ist im Badezimmer des Hotels womöglich schon ein Haartrockner vorhanden, sodass du deinen sperrigen Föhn zu Hause lassen kannst? Werden auch Badetücher womöglich gestellt?
  • Wie steht es um die Kosmetik? Welche Firme stattet das Hotel mit Reinigungs- und Pflegeprodukten aus? Verträgst du diese gut? Womöglich brauchst du weniger Cremes und Seifen mitzunehmen als du denkst.

Überlege: Was willst du dir dort kaufen?

Was im Urlaub natürlich auch Spaß machen kann: shoppen zu gehen! Reduziere daher vielleicht an Bademode und Alltagskleidung – natürlich vor allem dann, wenn sie schon diverse Sommersaisons auf dem Träger haben.

Nimm dir auch deinen Kulturbeutel vor. Eine große Flasche Körperlotion (im Aufgabegepäck) dabei zu haben, ist nicht unvernünftig; deine – durch Sonne und Meerwasser – pflegebedürftige Haut wird sich freuen. Aber gibt es das Produkt womöglich auch dort, und das zu einem erschwinglichen Preis? In dem Fall könntest du mühelos Platz und Gewicht einsparen. Und: das Risiko minimieren, dass die Flasche aufgeht und deine Kleidung einsaut, noch bevor du sie am Urlaubsort ausführen konntest.

Ebenso ist es natürlich denkbar, dass du dort ein neues Produkt ausprobieren wollen wirst. Etwas lecker Duftendes einer Marke, die es in der Heimat vielleicht gar nicht gibt nicht. Solche Mitbringsel sind übrigens ein tolles Urlaubssouvenir, das dich bei jeder Anwendung an deine schöne Reisezeit erinnern wird.

Stelle Outfits zusammen

Das kennen wohl vor allem Urlauberinnen: Man hat zahlreiche tolle Oberteile und geliebte Unterteile im Koffer untergebracht. Doch beim Zurechtmachen im Zimmer findet sich nichts, das wirklich gut zusammenpasst.

Nimm dir deshalb unbedingt die Zeit, Kombinationen durchzugehen, wenn du deinen Koffer richtig packen willst. Denn das beinhaltet natürlich auch, dass du am Ende sinnvolle Zusammenstellungen herausziehst.

Probiere die Teile auch unbedingt noch mal kurz an. Passt alles – zusammen, und auch von der Größe er? Ist die Kleidung auch wirklich bequem, und magst du sie noch?

Warum wir so nachfragen: Weil ein geplanter Urlaub dazu verführen kann, verlorengeglaubte Kreationen aus den Tiefen des Kleiderschranks wiederbeleben zu wollen. Nach dem Motto, „ist ja mal eine Gelegenheit”. Wir finden: Ist es nicht! Am Ende trägt man doch nur das, was sich auch im „echten Leben“ gut anfühlt.

Mogele mit der Handtasche

Du wirst Gepäck aufgeben? Dann kannst du den Koffer richtig voll packen. Greife trotzdem, auch wenn du es scheinbar nicht brauchst, zu einer möglichst großen, leichten Handtasche. Diese hingegen möglichst leer lassen. Dafür kannst du auf der Rückreise noch etwas neu Gekauftes unterbringen, das im Koffer keinen Platz mehr findet.

Das alles gilt natürlich nur unter Berücksichtigung der Tarifbedingungen des Veranstalters. Falls keine zusätzliche Handtasche als Handgepäck erlaubt ist: Stecke einen leeren, dünnen (z. B. Jute-) Beutel ein, irgendwo ins Gepäck. Der nimmt keinerlei Platz weg und du wirst ihn auf jeden Fall an irgendeiner Stelle gebrauchen können. Wetten?

An alles denken, nicht zu viel mitnehmen – mit unseren Tipps fürs Packen klappt‘s!

Wähle die richtige Einpack-Technik für deine Garderobe

Nun ans Packen selbst. Dabei geht es ja häufig darum, Platz zu sparen, bzw. den vorhandenen gut zu nutzen. Zum anderen will man die Kleidung so wenig wie möglich quetschen, um Knitterfalten zu vermeiden.

Eine Einpack-Technik, die beide Wünsche abdeckt, gibt es nur bedingt. So schwören immer mehr Urlauber auf die jüngere Aufroll-Methode, mit der sich tatsächlich Platz sparen lässt. Jedoch um den Preis, dass vor allem empfindliche Textilien reichlich ramponiert ankommen.

Hast du eher Pflegeleichtes dabei und nur wenig Stauraum, dann ist Aufrollen die geeignete Technik für dich. Müssen vor allem Hemden, Blusen und Teile aus z. B. Seide in den Koffer, dann bleibe beim guten alten – vorsichtigen! – Zusammenlegen.

Tipp: Lege zwischen die einzelnen Teile Seidenpapier! So lassen sich Knitterfältchen am effektivsten vermeiden. Das wird dir jeder, der seinen Koffer bereits richtig packen kann, bestätigen.

Effizient Kleidung in den Koffer packen
Kleiderrollen sparen Platz! (iStock)

Geh auf Lückensuche

Vor allem, wenn man nicht nur Kleidung einpackt, sondern auch z. B. Taschen und Schuhe, können im Koffer Lücken entstehen. Spüre diese Kohlräume auf! Sie sind super dazu geeignet, kleinere, etwa eckige Gegenstände unterzubringen. Tatsächlich lassen sich so Falten vermeiden, die durchaus entstehen könnten, wenn man die Teile auf die Kleidung auflegen würde.

Besonderes Augenmerk gilt den Schuhen. Darin lassen sich – neben allem voran natürlich Socken – auch andere Kleinigkeiten transportieren.

Lass dich nicht hetzen

Wenn du deinen Koffer richtig packen willst, brauchst du – neben dem Konzept – vor allem Ruhe. Fange keinesfalls auf den letzten Drücker an! Stress macht fahrig, man vergisst womöglich Wichtiges.

Und auch das Packen an sich benötigt Zeit. Zumindest dann, wenn du es ordentlich machen willst. Glaubst du nicht? Dann versuche mal, ein Kragenhemd feinsäuberlich zusammenzulegen, wenn die Boarding-Time dir im Nacken sitzt. In weniger als einer Minute schafft das nicht mal die geübteste Textilverkäuferin!