Gran Canaria: Eine Insel wie ein Kontinent

Gran Canaria, ein Traum im Atlantik. Die drittgrößte Insel der Kanaren ist ein Urlaubsparadies mit unglaublichen Gegensätzen. Warum man Gran Canaria als einen Minikontinent bezeichnet und was du dort als Urlauber erwarten kannst, liest du hier.

Gran Canaria ist fast kreisrund mit einem Durchmesser von etwa 50 Kilometern. Zum Vergleich: Legt man um Köln einen Radius von 50 Kilometern, liegen Bonn, Mönchengladbach, Düsseldorf und Ränder des Ruhrgebiets darin. Allerdings hat Gran Canaria, im Gegensatz zu Nordrhein-Westfalen, auf diesem vergleichsweise kleinen Gebiet gleich mehrere klimatische Zonen. Daher wird die Insel auch gerne als Miniaturkontinent bezeichnet. Insgesamt gibt es 14 Mikroklimazonen.

Es spricht aber noch mehr dafür, dass die Insel wie ein eigener Kontinent anmutet. Im Folgenden erfährst du Genaueres über das beeindruckende Facettenreichtum Gran Canarias.


Die Geschichte und Geographie Gran Canarias

Gran Canaria, die drittgrößte Insel der Kanaren, war bis ins 15. Jahrhundert geschichtlich unbekannt. Bis dahin lebten vor allem Hunde auf der fast kreisrunden Insel, woher sich auch wahrscheinlich ihr Name ableitet. Canis im Lateinischen bedeutet Hund. Eine andere Theorie zum Namen der Insel zielt auf den Volksstamm der Canarii aus dem Nordosten Afrikas. Woher der Name nun kommt, ist nicht ganz sicher.

Neben den vielen Hunden lebten früher vor allem die Canarios hier. Ihre Ära reicht bis ins 10. Jahrhundert vor Christus zurück. In spanische Hand kam die Insel im 15. Jahrhundert, als Kastilien sie eroberte. Seitdem steht Gran Canaria unter der Führung Spaniens und gehört daher auch heute zu Europa. Dabei ist die Insel geographisch im Atlantik rund 210 Kilometer westlich von Afrika zu finden.

Gran Canaria
Gran Canaria (iStock)

Optisch sieht man Gran Canaria sofort an, dass die Insel vulkanischen Ursprungs ist. Wie bei einem Vulkan liegt der höchste Punkt ziemlich genau in der Mitte. Der Morro de la Agujereada ist 1956 Meter hoch.

Besiedelt ist Gran Canaria, mal unabhängig von den Touristen, eher dünn. Knapp 850.000 Menschen leben dauerhaft auf der Insel. Guckt man auf den Vergleich mit dem 50 Kilometer Umkreis um Köln, wird das Ganze noch deutlicher, denn in diesem Gebiet rund um die Domstadt leben über 5 Millionen Menschen.

Keine Frage, die meisten der jährlich gut 2,6 Millionen Touristen kommen wegen der Strände auf die Insel. Türkisfarbenes Wasser, weißer Sand und auf der einen Seite Wind und Wellen für Wassersportler und auf der anderen Seite sanfte Wogen für Familienurlauber lassen auch keine Wünsche offen. Trotzdem hat Gran Canaria noch viel mehr zu bieten, als nur jeden Tag gemütlich am Strand zu liegen oder mit dem Kiteboard über die Wellen zu fliegen. Wir zeigen dir jetzt die Sehenswürdigkeiten Gran Canarias.

Las Palmas – Hauptstadt und kulturelles Zentrum

Im Nordosten der Insel liegt die große Hauptstadt Las Palmas de Gran Canaria. Hier leben etwa die Hälfte der Einwohner der Insel. Besonders beeindruckend ist die Altstadt bestehend aus den beiden Vierteln Triana und Vegueta. Hier findest du kleine Parks, Museen und die große Kathedrale Santa Ana. Nicht nur von außen ist das Gotteshaus einen Blick wert. Es ist die größte und zugleich älteste Kirche der Insel und zudem Bischofskirche des Bistums Kanarische Inseln.

Ebenfalls in der Hauptstadt findest du das Museo Canario. Hier kannst du viel über die Entstehung der Kanaren und deren Geschichte erfahren. Es handelt sich um ein archäologisches Museum, das viele bedeutende Fundstücke aller sieben kanarischen Inseln beherbergt. Du findest hier auch kanarische Mumien und Skelette der Ureinwohner.

Playa de Las Canteras

Lohnenswert ist auch der Strand der Hauptstadt, die Playa de Las Canteras. Der rund drei Kilometer lange Küstenabschnitt wird gerne auch als der schönste Stadtstrand der Welt bezeichnet und das absolut zurecht. Der südliche Bereich ist ein echtes Surferparadies. Wenn du noch nicht mit dem Brett unter den Füßen umgehen kannst, lernst du es in der dortigen Surfschule in wenigen Tagen. Trotz der guten Winde für die Surfer, sind die Wellen eher sanft.

Playa de Las Canteras
Playa de Las Canteras (iStock)

In der Mitte des Strands befindet sich einer der besten Tauch- und Schnorchelplätze. Eine kleine Felsformation im Wasser ist Lebensmittelpunkt vieler heimischer Fische und Pflanzen – über 350 unterschiedliche Lebewesen – die vor allem bei Ebbe faszinierend anzuschauen sind. Im nördlichsten Teil des Strandes findest du traditionelle Fischer mit ihren kleinen Booten. Übrigens: Auch im Winter lohnt der Strandbesuch. Zum einen herrscht auf den Kanaren das ganze Jahr über Frühling, zum anderen kannst du dann am Strand die große Weihnachtskrippe aus Sand besichtigen.

Puerto de Mogán

Die kleine Region Mogán im Südosten der Insel liegt windgeschützt, gilt als sehr sauber und weist, wie ganz Gran Canaria, viele Sonnenstunden und wenig Regen auf. Das dortige Mikroklima* wurde von der UNESCO als eines der gesündesten der Welt ausgezeichnet. Besonders beliebt ist der Ort Puerto de Mogán, die zweitgrößte Gemeinde der Insel. Sie wird auch gerne „Venedig des Südens“ genannt, ist der Ort doch auch mit Kanälen durchzogen über die sich kleine, romantische Brücken wölben. Du kannst also diese Fischereisiedlung besuchen und den Tag in einem der kleinen Cafés und Restaurants vorbeiziehen lassen oder in der angrenzenden Region die Wanderschuhe schnüren und die herrliche Natur genießen.

Vom Mikroklima* zum allgemeinen Klima auf Gran Canaria, in der Klimatabelle fĂĽr die Insel:

 JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Maximale Tagestemperatur21°22°22°22°23°24°25°26°26°25°24°22°
Minimale Tagestemperatur13°14°15°16°17°18°19°20°20°19°18°16°
Sonnenscheindauer5h6h7h8h9h10h10h9h8h7h6h5h
Wassertemperatur19°18°18°18°19°20°22°23°23°22°21°20°
Regentage754311111387

Roque Nublo – das Wahrzeichen Gran Canarias

Etwa 1800 Meter hoch und in der Inselmitte gelegen, findest du Gran Canarias Wahrzeichen, den Roque Nublo. Er ist nicht der höchste Gipfel der Insel, das ist der benachbarte Morro de la Agujereada, aber der bekannteste. Vom Parkplatz aus wanderst du etwa 30 Minuten bis zum höchsten Punkt. Der höchste Punkt lässt sich übrigens nicht besteigen. Denn dies ist ein 65 Meter hoher Fels. Er ist der Pfropf des darunterliegenden, erloschenen Vulkans. Ein Tipp: da hier inzwischen viel los ist, solltest du am besten früh morgens auf die Wanderung gehen. Dann hast du den fantastischen Ausblick fast für dich allein.

30 Kilometer Küstenstraße – ein Traum zum Cruisen

Wenn du Fan von spannenden Straßen und echten Cruiser-Touren bist, dann solltest du mit einem Mietwagen von Agaete im Nordwesten die Küstenstraße in Richtung Süden nehmen. Die serpentinenreiche Straße durch den Parque Natural Tamadaba führt gleich an zwei wunderschönen Aussichtspunkten vorbei. Vor allem am zweiten, dem Mirador del Balcón solltest du Pause machen. Der Blick von hier auf den Atlantik ist unglaublich und er scheint unendlich zu sein. Aber an dem Aussichtspunkt ist noch längst nicht Schluss. Folgst du der Straße noch ein paar Kilometer, landest du im kleinen Fischerdorf Puerto de la Aldea mit einem wunderschönen Steinstrand, bestehend aus drei Buchten. Die am weitesten gelegene Bucht El Charco ist unter der Woche kaum besucht. Am Wochenende ist schon mehr los. Highlight ist aber hier die Fiesta del Charco am 11. September. Seit fast 150 Jahren wird das Volksfest gefeiert, bei dem hunderte Menschen versuchen im angrenzenden Salzwasserteich so viele Fische wie möglich mit der Hand zu fangen.

Barranco de Guayadeque

Garn Canaria ist übersät mit kleinen und großen Höhlen. Früher wurden diese als natürliche Behausungen von den Bewohnern Gran Canarias genutzt. In der Schlucht von Guayadeque wohnen sogar heute noch Menschen in diesen Höhlen. Doch das Leben ist hier schon lange nicht mehr, wie vor tausend Jahren. Die Höhlen haben selbstverständlich Strom und fließendes Wasser. Sogar eine Kirche wurde in den Fels gehauen und es gibt vereinzelte Unterkünfte in den Höhlen, die du buchen kannst.

Barranco de Guayadeque
Barranco de Guayadeque (iStock)

Maspalomas – wie eine Wüste

Felsenstrände, Höhlen und viel Grün – Gran Canaria hat wirklich sehr viele Facetten zu bieten. Dazu gehört auch eine echte Wüstenlandschaft. Am Südzipfel der Insel befinden sich direkt neben Maspalomas die Sanddünen von El Oasis. Bis zu 20 Meter türmen sich diese Sandberge auf. Die rund drei Quadratkilometer große Fläche ist auch bei FKKlern beliebt, die die Dünentäler zum ungestörten Sonnenbaden nutzen.

Caldera de Banama – Wanderung im Vulkankrater

Die Kanaren sind Vulkaninseln und auf Gran Canaria gibt es gleich mehrere Krater. Einer von ihnen ist der Caldera de Banama, in den du auch hinunterwandern kannst. Der Krater hat einen Durchmesser von gut einem Kilometer und im Inneren geht es 200 Meter hinunter. Ein steiler Wanderweg fĂĽhrt bis auf den Boden des Kraters. Mit etwas Klettergeschick solltest du den Weg in rund 30 Minuten hinter dich bringen.

Die beliebtesten Hotels auf Gran Canaria

Keine Frage, Gran Canaria lebt heute vom Tourismus. Entsprechend viele Hotels und Resorts findest du auf der Insel. Bei der Auswahl des passenden Hotels sind wir gerne behilflich. Je nach deinen persönlichen Wünschen findest du einfache und günstige Unterkünfte, tolle Familienanlagen oder auch Erwachsenenhotels. Wir haben dir drei besonders tolle Anlagen herausgesucht, die beim Ferienknaller-Buchungsportal  die besten Bewertungen erhalten haben.

Lopesan Costa Meloneras Resort

Im Süden Gran Canarias findest du das großartige Costa Meloneras. Das 4,5-Sterne-Resort von Lopesan ist ein Wellnes & Spa Hotel für die ganze Familie. Direkt am Strand gelegen, kannst du dir aussuchen, ob du in einem der großen Hotelpools schwimmen möchtest oder doch den Weg zum Atlantikstrand suchst. Die riesige Anlage verwöhnt dich mit einem großen Wellnessbereich, 5 Restaurants, 4 Poolbars und vielem mehr.

Ferienknaller-Kunden sind von diesem Hotel absolut ĂĽberzeugt. Eine Weiterempfehlungsrate von 96 Prozent spricht fĂĽr sich. (Foto: lopesan.com)

Cordial Mogan Playa

Ein Hotel vor allem für aktive und sportliche Urlauber ist das Cordial Mogan Playa in Puerto de Mogán. Das Hotel liegt nah am Sandstrand und etwa 200 Meter vom Orstzentrum entfernt. Die Anlage ist auf neun Gebäude verteilt, verfügt über zwei Swimingpools und einen Kinderpool und verwöhnt dich mit 3 Restaurants und 4 Bars. Wenn du sportbegeistert bist, kannst du auf dem hoteleigenen Tennisplatz die gelbe Filzkugel übers Netz jagen oder auf dem Golfplatz ein paar Löcher spielen. Vielleicht möchtest du aber auch im Fitnessraum deine Kondition stärken oder mit einem Fahrrad die nähere Umgebung erkunden. (Foto: www.cordial-hotels.de)

Deine Reise nach Gran Canaria – jetzt buchen

Gran Canaria hat dich ĂĽberzeugt? Dann ab in deinen Knaller-Urlaub! Einfach deine Daten in nachfolgendem Kasten eingeben. Du kannst ĂĽbrigens auch direkt nach einem der genannten Hotels suchen. Oder einfach schauen, welche Angebote dich spontan mehr ansprechen. Viel SpaĂź!