Playa de Palma – alle Infos rund um den berühmtesten Strand Mallorcas

Bei Tag perfekt zum Baden und Sonnen, bei Nacht DER Party-Hotspot Mallorcas – das Ferienknaller-Magazin stellt dir die Playa de Palma vor. 

Rund sechs Kilometer lang, von Can Pastilla bis S’Arenal und für seine Partys berühmt und berüchtigt: Das ist die Playa de Palma auf Mallorca. Der Ruf, der diesem Strand vorauseilt, mag zwar nicht der beste sein. Woran das liegt – und warum eine Reise hierher sich dennoch lohnt? Das erfährst du hier.


Zunächst: ein Blick in die Geschichte

Bevor am längsten Strand Mallorcas die Touristen Einzug hielten, war das Dorf S’Arenal einer der wichtigsten Orte der Insel für die Fischerei. Auch wurden hier für den Häuserbau seit Jahrhunderten Kalksteine abgebaut, genauso wie Sand als Baumaterial gebaggert wurde.

In den 1950er Jahren wurde Mallorca dann mehr und mehr zum Ziel der Touristen. Immer mehr Menschen begeisterten sich für die größte der Baleareninseln und viele von Ihnen machten Station in Palma. Die Orte am langen Sandstrand wuchsen stetig an und rückten dadurch enger zusammen. Heute stehen hier auf dem gesamten Abschnitt über 250 Hotels, Restaurants, Bars und Diskotheken.

1972 übernahm ein Karlsruher eine weiß-orangefarbene Bude am Balneario 6. Wie an den anderen Strandabschnitten auch, war es ein einfacher Kiosk, an dem du dich mit Getränken und Essen versorgen konntest. Doch die Bekanntheit von „Ballermann 6“, wie die Strandbar schnell genannt wurde, wuchs rasant. Immer mehr Touristen, vor allem Deutsche, strömten hierhin und machten den sechsten Abschnitt des Strandes berühmt. Allerdings wurde es ab Mitte der 1980er eine zweifelhafte Berühmtheit, da auch die Hemmungen immer weiter fielen. 1993 folgte dann der Abriss der beliebten Bude, aber nicht etwa, um eine bestimmte Klientel loszuwerden und andere Touristen anzulocken.

Die Verwaltung wollte die gesamte Playa de Palma deutlich aufwerten. Für Fußgänger wurde entlang des Strandes die heute bekannte Promenade geschaffen. Alle Balnearios bekamen neue Bars in einem einheitlichen Grunddesign, die auch heute noch die zentrale Anlaufstelle der einzelnen Abschnitte sind.

Im Zuge einer Qualitätsoffensive seit 2014 wandelte sich das Bild der Playa de Palma erneut. Alle Balnearios wurden oder werden noch gründlich renoviert. Zahlreiche dieser Bars haben jetzt ein bestimmtes Motto. So wurde Nummer 15 im Surfer-Style gestaltet. Alles in allem soll die Qualität deutlich gehoben und das Image weiter weg von der Partyinsel hin zum ruhigeren Familientourismus geführt werden.

Playa de Palma – ein Schlemmer-Eldorado

Entlang des kompletten Strandes gibt es unzählige Möglichkeiten, etwas Tolles zu essen. Von der leckeren Bratwurst mit Pommes, über diverse Asiaten bis hin zu guter inländischer Küche findest du in den angrenzenden Bars und Restaurants so ziemlich alles.

Grundsätzlich gilt: Je näher du am Strand essen gehen möchtest, desto teurer ist es. Und in der Regel hast du in direkter Strandnähe eher mit einfachem Essen zu tun. Gehst du ein wenig in die Straßen und Gassen dahinter, kannst du auch den einen oder anderen Geheimtipp finden, wobei die komplette Playa natürlich touristisch ausgerichtet ist. Sterneküche wirst du vergebens suchen. Das Essen ist aber definitiv nicht schlecht und die Preise sind gemessen an der Lage und dem Touristenaufkommen angemessen und nicht zu hoch. Vorsichtig solltest du bei den Restaurants und Bars sein, die direkt vor ihrer Tür aktiv auf Kundenfang gehen. Du musst dich nicht bequatschen lassen in ein Restaurant zu gehen. Gute Läden haben das nicht nötig.

Picknicken am Strand

Eventuell möchtest du aber auch alle Getränke und etwas zu Essen mit an den Strand nehmen und dort picknicken? Das ist grundsätzlich auch möglich. In den vielen kleinen und größeren Supermärkten in Strandnähe kannst du dich mit allem Nötigen versorgen. Hier bekommst du neben Getränken, Snacks auch alles was man in Supermärkten sonst so finden kann. Aber auf eins solltest du achten. Auf offener Straße ist Alkoholkonsum verboten. Wenn du dich also im Supermarkt versorgst, setze besser auf Softdrinks und Wasser.

Denn Alkohol darfst du nur noch in den Bars und Diskotheken trinken. Selbst auf der Promenade vor den einzelnen Balnearios, den Bars der einzelnen Strandabschnitte, darf nicht getrunken werden und auf dem Strand selbst erst recht nicht. Hältst du dich nicht daran, werden Strafen zwischen 1500 und 3000 Euro fällig. Wenn du den Strand wieder verlässt achte zudem auf Sauberkeit. Unabhängig davon, dass es eigentlich eine Frage der guten Kinderstube sein sollte, drohen auch hier saftige Strafen. Schließlich willst du aber auch einen sauberen Strand vorfinden, was die Playa de Palma ohne Frage ist.

Übrigens: Nicht nur Essen und Trinken bekommst du direkt am Strand. Schwimmreifen, Badehosen, Sonnenmilch und Souvenirs kannst du hier überall kaufen. Auch Sandspielzeug für die Kleinen oder deinen eigenen Sonnenschirm erstehst du ganz einfach direkt am Strand. Im Endeffekt kannst du dich an der Playa de Palma komplett für den Strandtag ausrüsten.

Die Aufteilung: 15 Abschnitte, von denen du einen sicher kennst

Die Playa de Palma ist riesig. Deshalb hat die Verwaltung den Strand auch in insgesamt 15 Abschnitte unterteilt. Diese „Balnearios“ sind einfach durchnummeriert, wobei die Reihenfolge sich in den letzten Jahren einmal umgedreht hat. An jedem Balneario steht eine große Strandbar, die den entsprechenden Abschnitt versorgt.

Berühmt und berüchtigt ist vor allem der sechste Abschnitt, den jeder eigentlich nur als „Ballermann 6“ kennt. Große Partys, Sangria aus Eimern und eine sehr enthemmte Stimmung riefen oft genug die Behörden auf den Plan. Waren die vielen Touristen anfänglich noch gern gesehen, artete das Treiben immer weiter aus, bis schließlich die Politik einschritt. Die Lautstärke wurde deutlich reduziert, Alkohol darf in Supermärkten nur noch eingeschränkt verkauft werden und am Strand muss man sich jetzt benehmen.

Die Maßnahmen zeigten schnell Erfolg, wie man heute sieht. Seit 2015 wurden die Balnearios zudem sukzessive modernisiert und regelrecht herausgeputzt. An vielen Stellen erinnert nichts mehr an die einstige Partyhochburg und auch die Playa de Palma mausert sich immer mehr zum Domizil für Familientouristen, das manchmal grölende Partyvolk ist weitergezogen.

Bei der Nummerierung der Abschnitte gab es eine bemerkenswerte Änderung als der Tourismus stark anstieg. Früher waren es acht Abschnitte, die von Can Pastilla im Nordwesten bis Ses Cadenes im Süddosten durchnummeriert waren. Doch danke der gestiegenen Touristenzahlen, stieg auch der Bedarf der Bars. Aus acht wurden 15. Allerdings war auch damals schon der Balneario 6 bekannt und berühmt. Ihm wollte man keine neue Nummer verpassen. Kurzerhand wurde die Nummerierung umgedreht. Heute startet der Strand also an der Grenze zu Llucmajor im Osten und endet mit der Nummer 15 bei Can Pastilla. Balneario 6 konnte seine Nummer behalten, während alle anderen eine neue bekamen.

 

Tipps zur Orientierung

Welcher Abschnitt der beste ist? Das hängt ganz davon ab, was du möchtest. Grundsätzlich gilt: Je näher du an Can Pastilla bist, also ganz im Nordwesten des Strandes, desto ruhiger ist es auch. Zumindest was das Menschenaufkommen angeht. Denn hier grenzt der Flughafen an und wenn dich startende und landende Flieger eher stören, solltest du etwas Abstand halten.

Je mehr du dich S’Arenal und damit dem Balneario 6 näherst, desto größer wird die Party. Konkret ist der größte Trubel von den Balnearios 5 bis 7. Liebst du das große, bunte Treiben, dann bist du hier genau richtig. Auch die beiden berühmten Diskos Oberbayern und Bierkönig sind in diesem Bereich zu finden. Aber die große, laute Party ist auch hier deutlich ruhiger geworden. Die neuen Regeln greifen und so wirst du nicht plötzlich in einer Horde angetrunkener Partytouristen landen. In den Bars und Diskos geht es hoch her, draußen ist es aber überwiegend ruhig und friedlich.

Modernisierte und neue Hotels an der Playa de Palma

Parallel zum Wandel direkt am Strand, hat sich seit 2015 auch das Bild dahinter deutlich verändert. Die umliegenden Hotels wurden ebenfalls modernisiert und erhielten oft eine Aufwertung von 4 auf 5 Sterne. Dazu kamen einige nagelneue 5-Sterne-Hotels, die auf andere Urlauber eingestellt sind, als noch vor wenigen Jahren. Insgesamt ist die Kapazität seit dem Wandel auf fast 40.000 Betten direkt an der Playa de Palma angestiegen.

Die Auswahl der Hotels an der Playa ist riesig und hält nahezu für jeden Touristen das richtig bereit. Natürlich findest du klassische Familienhotels für Mama, Papa und den Nachwuchs. Wenn du es lieber sportlich magst, kannst du in einem Hotel einchecken, dass sich speziell darauf eingestellt hat. Fahrrad-Touristen finden Hotels mit eigener Fahrradwerkstatt und wenn du das volle Verwöhnprogramm wünschst, sind auch unzählige Wellnesshotels zu finden.